In dieser Folge interviewen Studentinnen Johanna Christ und Bianca Walter Soziologe Adrian Otto vom Sigmund-Freud-Institut im Rahmen des “Autoritarismus und Geschlecht” Take-Overs. Sie untersuchen die kontemporäre TradWife-Bewegung vor dem Hintergrund der Überschneidung von Antifeminismus und Autoritarismus, der “Naturalisierung” von Weiblichkeit und der Widersprüchlichkeit von traditionellen Frauenrollen und Unternehmertum. Die Inszenierungen von TradWives als Ausweg aus der neoliberalen Gesellschaft und der Doppelbelastung von Frauen werden untersucht. Außerdem werden die abwesenden Männer im TradWife-Content, die Rolle von Provinzialität in TradWifery und die gesellschaftlichen Implikationen des TradWife-Trends thematisiert.
Verantwortlich für Produktion und Inhalt dieser Folge sind die Podcasterinnen.
Literatur:
Beck, C., & Lakkala, E. (2025). Rewriting femininity: tradwives, visual aesthetics of class, and politics of remembrance. FEMINA POLITICA – Zeitschrift Für Feministische Politikwissenschaft, 34(1–2025), 64. https://doi.org/10.3224/feminapolitica.v34i1.06
Becker-Schmidt, R. (1987). Die doppelte Vergesellschaftung – die doppelte Unterdrückung: Besonderheiten der Frauenforschung in den Sozialwissenschaften. In L. Unterkircher, & I. Wagner (Hrsg.), Die andere Hälfte der Gesellschaft (S. 10–25). Verlag des Österreichischen Gerwerkschaftsbundes.
Institut für Sozialforschung (Hg.), WestEnd 1/2021: Destruktivität und Regression im Rechtspopulismus (2021), Campus Frankfurt / New York, 60486 Frankfurt/Main, ISBN: 9783593446752 ISSN: 1860-2177
King, V., Busch, K., Simoni, M., & Sutterlüty, F. (2023). Triumph des Misstrauens. PSYCHE, 77(12), 1049–1073. https://doi.org/10.21706/ps-77-12-1049
Rösch, V. (2025). TradWives: Antifeminismus und die Ikonisierung von Provinzialität in den sozialen Medien. In J. Niendorf, F. Kalkstein, H. Rodemerk & C. Höcker (Hrsg.), Antifeminismus und Provinzialität. Zur autoritären Abwehr von Emanzipation (S. 193–211). Transcript.
